Die vierte leichte Sturmflut der Saison in der Nacht zu Montag war die bisher höchste. Bis auf 1,70 Meter über mittlerem Tidehochwasser lief die Flut auf. Die eigentliche Sturmflutwelle lief dabei schon kurz nach 22 Uhr an die Küste, als diese wieder ablief, kam dann die Tidenwelle durch die Anziehung des Mondes dazu, die etwa um 2:30 Uhr ihren Scheitelpunkt erreichte.
Das Pegeldiagramm der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung zeigt diesen Effekt sehr deutlich. Für die Küste bedeutet das, dass diese Sturmflut glimpflich ausgegangen ist, denn wenn beide Wellen zeitgleich durch die Deutsche Bucht gegangen wären und sich addiert hätten, wären 1 - 1,50 Meter höhere Pegelstände möglich gewesen. So lief die Sturmwelle schon wieder ab, als die Tidenwelle kam.
Am Weststrand gab es keine großen Abbrüche, das Strandniveau hat hier nur leicht abgenommen, so dass örtlich 50 Zentimeter hohe Kanten zu verzeichnen waren.
Auch im Ort wurden keine schweren Schäden gemeldet, am Kavalierpad flog ein Zelt in die Westfassade des Spöölhus und zerschlug ein Fenster, den Traufkasten und mehrere Dachziegel. Es hatte sich von der Terrasse der Strandhalle trotz Sicherungsmaßnahmen losgerissen. Auch an der Terrasse der Strandhalle gingen dabei Scheiben zu Bruch.
