Kreuzfahrtschiffe sind vor den ostfriesischen Inseln selten am Tag zu sehen, meist steuern sie in der Nacht Hamburg an, um den Passagieren am Morgen beim Aufstehen den Blick auf das Panorama der Hansestadt und anschließend einen Tag an Land zu ermöglichen.
Am Samstag konnte man schemenhaft bei nicht optimaler Sicht die über 40 Jahre alte BLACK WATCH ausmachen, die von Tilbury kommend die Werft Blohm & Voss ansteuerte, also keine Passagiere an Bord hatte.
Das Schiff hat eine wechselvolle Vergangenheit, sie war 1972 für die Royal Viking Line als ROYAL VIKING STAR in Helsinki gebaut worden, 1981 wurde sie in Bremerhaven um fast 30 Meter auf jetzt 205 Meter verlängert. 1991 wurde es in WESTWARD umbenannt und fuhr für Kloster Criuse Bahamas bis sie 1994 als STAR ODYSSEY für die Royal Cruise Line ins Mittelmeer wechselte. Schon zwei Jahre später wurde sie von der Fred. Olsen Cruise Line übernommen und auf den heutigen Namen getauft.
Ausgehend von den Basishäfen in Dover, Southampton, Sydney, Singapur und Callao wird sie weltweit für Kreuzfahrten eingesetzt. Zuletzt war sie zwischen Skandinavien, den Azoren, den kanarischen Inseln, Island und dem westlichen Mittelmeer unterwegs.
Am 15. Dezember ist die nächste Fahrt von Tilbury, England, zu Weihnachtsmärkten an den Küsten von Dänemark und Deutschland geplant, bis dahin wird sie in der Werft bleiben.
